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Alltag einer Lehrkraft

tl_files/images/layout/Lehrer/Alltag_1.pngAls Fachleute für das Lehren und Lernen arbeiten Lehrerinnen und Lehrer vor allem mit Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen. Sie vermitteln ihren Schülerinnen und Schülern verschiedene Kenntnisse und Fähigkeiten. Gleichzeitig wirken sie als Vorbilder und sind gemeinsam mit den Eltern an der Erziehung und Persönlichkeitsbildung beteiligt.

 

Neben der Unterrichtsverpflichtung übernehmen Lehrkräfte vielfältige weitere Aufgaben. Dazu gehören zum Beispiel die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, Konferenzen, Fortbildungen, Klassenarbeiten, Korrekturen, Elterngespräche, Klassenfahrten, Schulfeste etc.

 

Der Alltag einer Lehrerin oder eines Lehrers hängt unter anderem von der Schulform bzw. den Klassenstufen ab, in welchen unterrichtet wird. Daher werden auf dieser Seite die Aufgaben sowie die spezifischen (Arbeits-)Bedingungen von Lehrerinnen und Lehrern in Schleswig-Holstein unterteilt nach Schulformen vorgestellt.

Lehrerin oder Lehrer sein an der Schulart:

Grundschule

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Laufbahn:

Lehrerinnen und Lehrer, die an der Grundschule tätig sind, gehören in der Regel der Laufbahngruppe Grund- und Hauptschullehrer/-in an.

Wer aktuell eine Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an einer Grundschule anstrebt, kann in Schleswig-Holstein den Studiengang Grundschullehramt (Bachelor-Studiengang Bildungswissenschaften + Master-Studiengang Lehramt an Grundschulen) studieren. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Klassenstufen:

In schleswig-holsteinischen Grundschulen werden Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 1 bis 4 unterrichtet.

Kernaufgabe der Grundschule:

Die Grundschule ist die erste gemeinsame Schule aller schulpflichtigen Kinder. Sie übernimmt eine Brückenfunktion zwischen Familienerziehung und öffentlichem Bildungswesen. Dabei nimmt sie die unterschiedlichen Lebens- und Lernerfahrungen der Kinder auf und legt darauf aufbauend den Grundstein für das Lernen und die weiterführende Bildung.

Der Unterricht ist so gestaltet, dass Kinder in heterogen zusammengesetzten Klassen grundlegende Sozialerfahrungen, Einstellungen, Fertigkeiten und Fähigkeiten erwerben, die ihre Lern- und Leistungsbereitschaft entwickeln und stabilisieren. Dabei nimmt der Aspekt der Individualisierung einen wichtigen Schwerpunkt ein.

Die Grundschule richtet sich auf die Entfaltung aller Fähigkeiten. Sie ist allgemein und allseitig, indem sie das Kind mit allen seinen Sinnen anspricht. Dabei bleibt sie an die Auseinandersetzung mit bildungsbedeutsamen Themen und Inhalten gebunden.

Unterrichtsverpflichtung:

  • 28 Wochenstunden

Einkommensbeispiele:

  • GH-Lehrer/-in, 30 Jahre, ledig, kein Kind: A12 - 2906 Euro brutto
  • GH-Lehrer/-in, 32 Jahre, verheiratet, 1 Kind : A12 - 3119 Euro brutto

Einstellungschancen:

  • Fächer mit großem Bedarf für Grund- und Hauptschullehrer/-innen sind derzeit Chemie, Physik, Mathematik, Englisch, Kath. Religion, Dänisch, Musik, Technik, Sport
Gemeinschaftsschule/ Gemeinschaftsschule mit Oberstufe

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Laufbahn:

Lehrerinnen und Lehrer, die an der Gemeinschaftsschule tätig sind, gehören in der Regel entweder der Laufbahngruppe Grund- und Hauptschullehrer/-in, der Laufbahngruppe Realschullehrer/-in oder der Laufbahngruppe Studienrat/ Studienrätin an Gymnasien an.

Wer aktuell eine Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an einer Gemeinschaftsschule anstrebt, kann in Schleswig-Holsteinden Studiengang Gemeinschaftsschullehramt oder den Studiengang Gymnasiallehramt studieren. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Klassenstufen:

In den Gemeinschaftsschulen Schleswig-Holsteins werden die Schülerinnen und Schüler von Jahrgang 5 bis Jahrgang 10 (Sekundarstufe I) unter einem Dach zum Hauptschulabschluss, zum Mittleren Abschluss oder zum Übergang auf die gymnasiale Oberstufe geführt.

Gemeinschaftsschulen können eine gymnasiale Oberstufe führen und mit einer Grundschule und einem Förderzentrum organisatorisch verbunden sein. Die Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen umfassen die Jahrgangsstufen 5 bis 13.

Kernaufgabe der Gemeinschaftsschule:

In einem weitgehend gemeinsamen Bildungsgang vermittelt die Gemeinschaftsschule im Anschluss an die Grundschule eine allgemeine und berufsorientierende Bildung.

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 kann den unterschiedlichen Leistungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler sowohl durch Unterricht in binnendifferenzierender Form als auch in nach Leistungsfähigkeit und Neigung der Schülerinnen und Schüler differenzierten Lerngruppen in einzelnen Fächern entsprochen werden. Ob ab Jahrgangsstufe 7 nach Bildungsgängen im Sekundarbereich I differenziert wird, entscheidet die Schule im Rahmen ihres pädagogischen Konzeptes. Sofern sich eine gymnasiale Oberstufe als Sekundarstufe II anschließt, umfasst diese mit der Einführungsphase und der Qualifikationsphase drei Schulleistungsjahre.

Unabhängig von den zu erreichenden Schulabschlüssen sind die Gemeinschaftsschulen der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler verpflichtet. Die Schul- und Unterrichtsgestaltung orientiert sich daher an den Lernvoraussetzungen und Lernprozessen der Schülerinnen und Schüler und fördert sie in ihrer individuellen Lernentwicklung.

Die Lehrkräfte sollen unabhängig von ihrer jeweiligen Befähigung für ein Lehramt in allen Klassen und Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I eingesetzt werden.

Unterrichtsverpflichtung:

  • bei Einsatz in der Sekundarstufe I: 27 Wochenstunden
  • bei Einsatz in der Oberstufe: Ermäßigung der Pflichtstundenzahl um 1,5 Wochenstunden in einem Kernfach oder profilgebenden Fach oder zwei profilergänzenden Fächern mit mindestens 5 Wochenstunden

Einkommensbeispiele:

  • GH-Lehrer/-in, 30 Jahre, ledig, kein Kind: A12 - 2906 Euro brutto
  • GH-Lehrer/-in, 32 Jahre, 1 Kind, verheiratet : A12 - 3119 Euro brutto
  • Realschullehrer/-in, Studienrätin/-rat, 30 Jahre, ledig, kein Kind: A13 - 3256 Euro brutto
  • Realschullehrer/-in, Studienrätin/-rat, 32 Jahre, verheiratet, 1 Kind: A13 - 3468 Euro brutto

Einstellungschancen:

  • Fächer mit großem Bedarf für Lehrerinnen und Lehrer der Laufbahngruppe Grund- und Hauptschullehrer/-in sind derzeit Chemie, Physik, Mathematik, Englisch, Kath. Religion, Dänisch, Musik und Technik.
  • Fächer mit großem Bedarf für Lehrerinnen und Lehrer der Laufbahngruppe Realschullehrer/-in sind derzeit Chemie, Physik, Mathematik, Französisch, Englisch, Dänisch, Musik und Wirtschaft/Politik.
  • Fächer mit großem Bedarf für die Laufbahngruppe Studienrat/ Studienrätin an Gymnasien sind derzeit Physik, Mathematik, Spanisch, Französisch, Latein und Wirtschaft/Politik.
Gymnasium

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Laufbahn:

Lehrerinnen und Lehrer, die am Gymnasium tätig sind, gehören in der Regel der Laufbahngruppe Studienrat/ Studienrätin an Gymnasien an.

Wer aktuell eine Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an einem Gymnasium anstrebt, kann in Schleswig-Holstein den Studiengang für das Lehramt an Gymnasien studieren.

Klassenstufen:

Schleswig-holsteinische Gymnasien umfassen entweder 5 Jahrgangsstufen (8-jähriger Bildungsgang) oder 6 Jahrgangsstufen (9-jähriger Bildungsgang) zuzüglich einer sich jeweils anschließenden 3-jährigen Oberstufe.

Die Schülerinnen und Schüler erwerben mit der Versetzung in die 10. Jahrgangsstufe den Hauptschulabschluss und mit der Versetzung in die 11. Jahrgangsstufe den Realschulabschluss. Das Gymnasium schließt mit der Abiturprüfung ab. Die bestandene Abiturprüfung enthält die Hochschulzugangsberechtigung. Unter anderem bei nicht bestandenem Abitur kann gegebenenfalls die Fachhochschulreife erworben werden.

Kernaufgaben des Gymnasiums:

Das Gymnasium vermittelt nach Begabung und Leistung geeigneten Schülerinnen und Schülern im Anschluss an die Grundschule eine allgemeine Bildung, die den Anforderungen für die Aufnahme eines Hochschulstudiums und einer vergleichbaren Berufsausbildung entspricht.

Die ersten beiden Jahrgangsstufen bilden die Orientierungsstufe. In der Orientierungsstufe soll in einem Zeitraum der Erprobung, der Förderung und der Beobachtung in Zusammenarbeit mit den Eltern die für die Schülerin oder den Schüler geeignete Schulart (Gymnasium, Regional- oder Gemeinschaftsschule) ermittelt werden.

In der Sekundarstufe I des Gymnasiums wird den Schülerinnen und Schülern eine vertiefte allgemeine Bildung vermittelt, die sie entsprechend ihren Leistungen und Neigungen durch Schwerpunktbildung befähigt, nach Maßgabe der Abschlüsse in Sekundarbereich II ihren Bildungsweg an einer Hochschule, aber auch in berufsqualifizierenden Bildungsgängen fortzusetzen. 

In der Oberstufe werden die Schülerinnen und Schüler in einer Einführungs- und in einer Qualifikationsphase unterrichtet. Im Rahmen einer Profiloberstufe wird vertiefte Allgemeinbildung vermittelt und die Schülerinnen und Schüler setzen nach ihrer Neigung durch Auswahl eines Profils Schwerpunkte in ihrer schulischen Bildung.

Unterrichtsverpflichtung:

  • 25,5 Wochenstunden

Einkommensbeispiele:

  • Gymnasiallehrer/-in, 30 Jahre, ledig: A13 - 3256 Euro brutto
  • Gymnasiallehrer/-in, 32 Jahre, 1 Kind, verheiratet : A13 - 3468 Euro brutto

Einstellungschancen:

  • Fächer mit großem Bedarf sind für die Laufbahngruppe Studienrat/ Studienrätin an Gymnasien derzeit Physik, Mathematik, Spanisch, Französisch, Latein und Wirtschaft/Politik.
Berufsbildende Schule
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Laufbahn:

Lehrerinnen und Lehrer, die an einer Berufsbildenden Schule tätig sind, gehören in der Regel der Laufbahngruppe Studienrat/ Studienrätin an Berufsbildenden Schulen an.

Wer aktuell eine Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an einer Berufsbildenden Schule anstrebt, kann in Schleswig-Holstein den Studiengang Lehramt an Berufsbildenden Schulen mit dem Profil Handelslehrer oder mit dem Profil gewerblich-technische Wissenschaften studieren.

Schularten und Kernaufgaben der Berufsbildenden Schulen:

Berufliche Bildung ist durch Vielfalt, Heterogenität und Kooperationen mit den Partnern der Aus-, Fort- und Weiterbildung geprägt. Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen werden in sechs Schularten im Teilzeit- und Vollzeitbereich der Berufsbildenden Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren unterrichtet.

In Schleswig-Holstein gibt es 6 unterschiedliche Schularten im Bereich der beruflichen Bildung. Dies sind:

  • die Berufsschule: Im Rahmen der dualen Berufsausbildung werden Auszubildende in Fachklassen gemeinsam mit den ausbildenden Betrieben zum Abschluss in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf geführt. Abhängig von der vorherigen Qualifikation können die Auszubildenden den Hauptschulabschluss, den mittleren Schulabschluss oder die Fachhochschulreife erlangen.
  • das Berufliche Gymnasium: Im Rahmen einer gymnasialen Oberstufe mit beruflicher Orientierung werden junge Menschen zur allgemeinen Hochschulreife geführt. Angebotene Fachrichtungen sind Berufliche Informatik, Agrarwirtschaft, Ernährung, Technik, Wirtschaft sowie Gesundheit und Soziales.
  • die Fachoberschule: In einem einjährigen Vollzeitunterricht oder einem entsprechend längerem Teilzeitunterricht führt diese Schulform zur Fachhochschulreife. Die Fachoberschule wird in den Fachrichtungen Argarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie, Ernährung und Hauswirtschaft, Gestaltung, Gesundheit und Soziales, Technik sowie Wirtschaft und Verwaltung angeboten.
  • die Berufsoberschule: In einem zweijährigen Vollzeitunterricht oder einem entsprechend längeren Teilzeitunterricht führt die Berufsoberschule zur fachgebundenen Hochschulreife bzw. bei Nachweis von Kenntnissen in einer zweiten Fremdsprache auch zur allgemeinen Hochschulreife.
  • die Berufsfachschule: Im Rahmen dieser Schulform werden unterschiedliche Fachrichtungen angeboten, welche entweder die berufliche Grundbildung und den Erwerb des Mittleren Bildungsabschlusses (Typ 1), eine Berufsausbildung nach der Handwerksordnung (Typ 2) oder eine Berufsausbildung, die nur in Schulen erworben werden kann inklusive dem Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife (Typ 3), zum Ziel haben.
  • die Fachschule: Diese Schulform vermitttelt durch Weiterbildung erweiterte berufliche Fachkenntnisse in verschiedenen technischen Fachrichtungen und in den Fachrichtungen Betriebswirtschaft, Datenverarbeitung/Organisation, Handwerkliches Gestalten, Hauswirtschaft, Hotel- und Gaststättengewerbe, Informatik, Motopädagogik, Nautik, Schiffsbetriebstechnik, Heil-, Sonder- und Sozialpädagogik. Sie schließt mit einer staatlichen Prüfung ab und kann zu weiteren schulischen Abschlüssen führen.

Weitere Informationen zu den Schultypen der beruflichen Bildung gibt es hier.

Unterrichtsverpflichtung:

  • 25,5 Wochenstunden

Einkommensbeispiele:

  • Studienrat/-rätin, 30 Jahre, ledig: A13 - 3256 Euro brutto
  • Studienrat/-rätin, 32 Jahre, 1 Kind, verheiratet : A13 - 3468 Euro brutto

Einstellungschancen:

  • Fachrichtungen mit großem Bedarf für Studienräte/rätinnen sind derzeit Metalltechnik, Elektrotechnik, Sozialpädagogik, Informationstechnik, Agrarwirtschaft, Fahrzeugtechnik und Medientechnik.
  • Die Fächer Mathematik, Spanisch und Englisch sind ebenfalls Mängelfächer, sie können aber an berufsbildenden Schulen nur in Verbindung mit einer beruflichen Fachrichtung ausgebildet werden.
Sonderpädagogische Förderung / Förderzentren

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Laufbahn:

Lehrerinnen und Lehrer, die im Rahmen der sonderpädagogischen Förderung tätig sind, gehören in der Regel der Laufbahngruppe Sonderschullehrer/-in an.

Wer aktuell eine Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer in diesem Bereich anstrebt, kann in Schleswig-Holstein den Studiengang Lehramt Sonderpädagogik studieren.

Einsatz von Sonderschullehrern/-innen:

Sonderschullehrerinnen und -lehrer werden in Förderzentren, im integrativen Unterricht in allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen sowie im Rahmen der Prävention z.B. in Kindertagesstätten eingesetzt.

Die Förderzentren in Schleswig-Holstein bieten die folgenden Förderschwerpunkte:

  • Lernen
  • Sprache
  • emotionale und soziale Entwicklung
  • geistige Entwicklung
  • körperliche und motorische Entwicklung
  • Hören
  • Sehen
  • autistisches Verhalten
  • dauerhaft kranke Schülerinnen und Schüler

Grundsätzlich wird in Schleswig-Holstein eine inklusive Bildung angestrebt, das heißt, alle Kinder sollen unabhängig von ihren körperlichen oder geistigen Behinderungen sowie ihrer sozialen und ethnischen Herkunft gemeinsam in einer Regelschule unterrichtet werden. Sonderpädagogen aus den Förderzentren kommen unterstützend sowie beratend hinzu und fördern einzelne Schülerinnen und Schüler in ihrer individuellen Lernentwicklung. Des Weiteren stellen sie ihre Kenntnisse zur Vermeidung von Lernstörungen oder zur Abmilderung der möglichen Auswirkungen im fachlichen Austausch den Lehrkräften der allgemein bildenden Schulen zur Verfügung.

Darüber hinaus werden Sonderpädagogen im präventiven Bereich eingesetzt, z.B. in der vorschulischen Förderung mit den Schwerpunkten Sprache, Hören und Sehen oder auch wenn bei einer Schülerin oder einem Schüler kein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt ist, aber ohne besondere Förderung vermutlich eintreten wird.

Sofern eine sonderpädagogische Förderung im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts an einer Regelschule nicht möglich ist oder nicht ausreicht, werden die betroffenen Schülerinnen oder Schüler entweder vorübergehend oder langfristig an einem auf den entsprechenden Förderbedarf ausgerichteten Förderzentrum in Schleswig-Holstein unterrichtet.

Unterrichtsverpflichtung:

  • 27 Wochenstunden

Einkommensbeispiele:

  • 30 Jahre, ledig: A13 - 3256 Euro brutto
  • 32 Jahre, 1 Kind, verheiratet : A13 - 3468 Euro brutto

Einstellungschancen:

  • Fachrichtungen mit großem Bedarf für Sonderschullehrerinnen  und –lehrer sind derzeit „Lernen“ und „Sprache“.
Regionalschule

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Laufbahn:

Lehrerinnen und Lehrer, die an der Regionalschule tätig sind, gehören in der Regel entweder der Laufbahngruppe Grund- und Hauptschullehrer/-in oder der Laufbahngruppe Realschullehrer/-in an.

Wer aktuell eine Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an einer Regionalschule anstrebt, kann in Schleswig-Holstein  den Studiengang Gemeinschaftsschullehramt studieren. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Klassenstufen:

In den Regionalschulen Schleswig-Holsteins werden Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 5 bis 10 unterrichtet (Sekundarstufe I). Es gibt zwei Abschlussmöglichkeiten: der Hauptschulabschluss am Ende der Jahrgangsstufe 9 und der Realschulabschluss am Ende der Jahrgangsstufe 10.

Regionalschulen können mit Grundschulen, Gymnasien und Förderzentren organisatorisch verbunden sein.

Kernaufgabe der Regionalschule:

Die Regionalschulen sind aus den ehemaligen Haupt- und Realschulen entstanden. Sie machen ein längeres gemeinsames Lernen möglich. Die Jahrgangsstufen 5 und 6 bilden die Orientierungsstufe. In der Orientierungsstufe soll in einem Zeitraum der Erprobung, der Förderung und der Beobachtung in Zusammenarbeit mit den Eltern die für die Schülerin oder den Schüler geeignete Schulart ermittelt werden. Am Ende der 6. Jahrgangsstufe werden die Schüler dann in der Regel einem Bildungsgang entweder zum Hauptschulabschluss oder zum Realschulabschluss zugeordnet. Die Regionalschule weist mit Zustimmung der Eltern die Schülerin oder den Schüler der nächsten Jahrgangsstufe des Gymnasiums zu, wenn zu erwarten ist, dass sie oder er den Anforderungen dieser Schulart gerecht werden kann.

Die Schul- und Unterrichtsgestaltung orientiert sich an den Lernvoraussetzungen und Lernprozessen der Schülerinnen und Schüler und fördert sie in ihrer individuellen Lernentwicklung. Der Unterricht findet entweder in binnendifferenzierender Form (gemeinsamer Unterricht in einer Lerngruppe), in nach Leistungsfähigkeit und Neigung der Schülerinnen und Schüler differenzierten Lerngruppen oder in abschlussbezogenen Klassenverbänden statt.

Unterrichtsverpflichtung:

  • 27 Wochenstunden

Einkommensbeispiele:

  • GH-Lehrer/-in, 30 Jahre, ledig, kein Kind: A12 - 2906 Euro brutto
  • GH-Lehrer/-in, 32 Jahre, verheiratet, 1 Kind : A12 - 3119 Euro brutto
  • Realschullehrer/-in, 30 Jahre, ledig, kein Kind: A13 - 3256 Euro brutto
  • Realschullehrer/-in, 32 Jahre, verheiratet, 1 Kind: A13 - 3468 Euro brutto

Einstellungschancen:

Fächer mit großem Bedarf für Lehrerinnen und Lehrer der Laufbahngruppe Grund- und Hauptschule sind derzeit Chemie, Physik, Mathematik, Englisch, Kath. Religion, Dänisch, Musik und Technik.

Fächer mit großem Bedarf für Lehrerinnen und Lehrer der Laufbahngruppe Realschule sind derzeit Chemie, Physik, Mathematik, Französisch, Englisch, Dänisch, Musik und Wirtschaft/Politik.